Frau Gesichtscreme

Trockene Haut ab 40: warum deine gewohnte Pflege plötzlich nicht mehr reicht

Es ist Morgen, du cremst dich ein wie immer.

Dieselbe Creme, dieselbe Menge, dieselbe Handbewegung, die du seit Jahren machst, ohne nachzudenken.

Du ziehst dich an, gehst los, und irgendwann am Vormittag merkst du es: Die Haut spannt ein bisschen. Sie wirkt matt. Sie fühlt sich an, als hätte sie mehr gewollt, als du ihr gegeben hast.

Und da ist dieser leise Gedanke, den du nicht laut sagst: Warum reicht das auf einmal nicht mehr?

Ich sage dir, was mir damals niemand gesagt hat: Trockene Haut ist ein Symptom der Perimenopause. Man rechnet mit Hitzewallungen, vielleicht mit ein paar Kilo mehr, das sind die zwei Dinge, die jede kennt. Dass die Haut auf einmal trockener wird, fahler, schneller spannt, steht auf keiner dieser Listen. Ich habe es selbst erst herausgefunden, als ich mittendrin gesteckt bin.

Weil ein neues Symptom wieder mal den Recherche-Nerd in mir wachgerufen hat 😉 Also begann ich zu recherchieren. Gründlich. Meine Freundinnen wissen das, die fragen inzwischen mich, bevor sie googeln. Deshalb gibt es auch diesen Blog: weil ich über die Jahre so viel herausgefunden habe, das mir vorher keiner gesagt hat, und ich mich ehrlich freue, wenn ich meine Erkenntnisse an dich weitergeben kann.

Trockene Haut ab 40 ist kein Indiz dafür, dass du die falsche Pflege verwendest. Sie ist oft das erste sichtbare Zeichen dafür, dass deine alten Routinen nicht mehr zu deinem neuen Körper passen. Übrigens – „neuer Körper“… – klingt das nicht wunderschön? Eine neue, aufregende Lebensphase beginnt für uns Frauen. Und wenn wir die negativen Glaubenssätze, die so viele über die Wechseljahre mit sich tragen, einfach nicht akzeptieren, dann darf alles was jetzt kommt ein wunderbarer Neubeginn sein! Und das ist, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt, eine gute Nachricht.

frau cremt sich die hände ein

Es fängt selten im Gesicht an

Bei mir hat es nicht im Gesicht angefangen. Es waren die Hände.

Das war der überraschende Teil. Denn ich hatte über Jahre keine trockenen Hände mehr. Früher schon, da habe ich ständig zur Handcreme gegriffen, weil meine Hände einfach immer rau waren. Doch vor ca. 10 Jahren habe ich meine ganze Pflege umgestellt, vom Duschbad bis zur Gesichtspflege, alles auf Naturkosmetik. Und irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich die Handcreme gar nicht mehr brauche. Meine Hände waren versorgt, ganz von selbst.

Bis sie es plötzlich nicht mehr waren.

Auf einmal habe ich nach dem Händewaschen wieder zum Balsam gegriffen. Dann sind die Füße trockener geworden. Dann hat sich auch im Gesicht etwas verschoben. Nichts Großes, eher ein leises „Hm, das war doch sonst nicht so.“

Das Spannende daran: Meine Pflege hat nicht aufgehört zu wirken. Die Produkte sind nicht unpassend geworden. Meine Haut hat einfach angefangen, mehr zu verlangen. Das ist ein Unterschied, der alles verändert. Meine Hände melden sich heute zuerst, wenn meine Haut insgesamt gerade mehr braucht. Sie sind mein ehrlichster Gradmesser geworden.

Was sich ab 40 wirklich verändert

Vielleicht kennst du das: Dein Make-up sitzt anders als früher, es zieht sich in feine Fältchen, obwohl du an deiner Routine nichts geändert hast. Oder die Wangen fühlen sich abends rau an, wo sie es nie waren. Das ist keine Einbildung. Da hat sich etwas verschoben.

Das, was du da spürst, hat einen Namen, und sobald es einen Namen hat, geht man ganz anderes damit um, wie ich finde. Ab etwa 40 verändert sich im Körper einiges, oft schon Jahre vor den Wechseljahren. Diese Phase heißt Perimenopause. Die Hormone verschieben sich, und die Haut bekommt das mit. Sie bildet oft weniger eigene Feuchtigkeit und weniger von den Fetten, die sie geschmeidig halten. Die Hautbarriere, ihre Schutzschicht, wird dünner und durchlässiger. Feuchtigkeit verdunstet schneller, die Elastizität lässt nach, und das, was früher gereicht hat, kommt nicht mehr ganz hin.

Dazu kommen die Dinge, die wir alle kennen. Zu wenig Schlaf. Eine stressige Phase. Vielleicht nicht ausreichend getrunken. Das zeigt sich ab 40 deutlicher auf der Haut als mit Mitte zwanzig, weil die Reserven kleiner geworden sind.

Du musst dir das nicht merken wie eine Vokabel. Es reicht, eine Sache zu verstehen: Deine Haut ist nicht launisch geworden. Sie reagiert jetzt einfach anders und braucht ein bisschen mehr Zuwendung.

Frau in Drogerie wählt aus 2 Produkten

Der Reflex, der dich Geld kostet und nicht weiterbringt

Der naheliegende Reflex ist: mehr kaufen. Reichhaltiger, teurer, noch ein Serum, noch ein Öl, noch ein Spezialprodukt für genau dieses eine neue Problem. Die Regale sind voll mit Versprechen für Frauen ab 40, und es ist verlockend, sich da durchzukaufen.

Ich kenne den Reflex gut. Aber er führt selten dahin, wo du eigentlich hinwillst. Am Ende stehen fünf angebrochene Tiegel im Bad, du weißt nicht mehr, was wovon kommt, und das Gefühl, etwas verändern zu müssen, wird nicht kleiner. Gerade Frauen, die sonst bei sich selbst sparen, kippen hier ins Gegenteil und kaufen aus Verunsicherung zu viel.

Ich finde das fast ein bisschen unfair. Da verändert sich dein Körper ohne Vorwarnung, und die erste Antwort der Beauty-Welt ist: Gib mehr Geld aus. Was bei mir tatsächlich geholfen hat, war unspektakulärer und billiger. Ich habe nicht umgestellt. Ich habe nichts Neues gekauft. Ich habe gelernt, das, was schon funktioniert, anders einzusetzen.

Warum ich wählerischer geworden bin, was überhaupt auf meine Haut kommt

In dieser Phase ist die Hautbarriere dünner und reagiert empfindlicher. Was sie früher klaglos weggesteckt hat, kann sie jetzt eher reizen. Und genau hier stimmt der alte Satz „viel hilft viel“ leider nicht mehr. Bei trockener, empfindlicher gewordener Haut kann zu viel des Falschen das Gegenteil bewirken. Manche Inhaltsstoffe, etwa ein hoher Alkoholanteil oder sehr scharfe Reinigungstenside, trocknen eine ohnehin trockene Haut zusätzlich aus.

Ich bin deshalb wählerischer geworden, was ich überhaupt auftrage. Ich greife bewusst zu pflanzlichen Ölen, und zwar nicht, weil ich gegen irgendetwas wettere, sondern weil sie für mein Gefühl mehr können, als nur eine Schicht auf der Haut zu hinterlassen. Sie bringen Fettsäuren und Antioxidantien mit, mit denen meine Haut tatsächlich etwas anfangen kann. In dieser Phase braucht die Haut sanfte, nährende, pflanzliche Pflege, und das ist die Art Produkt, die ich nutze. Mehr nicht. Das darfst du gern hinterfragen.

Denn eines will ich nicht: dir vorschreiben, was in deine Pflege gehört und was nicht. Ich finde es viel spannender, wenn du es selbst herausfindest. Lad dir einmal die App Codecheck herunter und scanne die Produkte, die jeden Tag auf deine Haut kommen. Schau, was drinsteckt, und bilde dir deine eigene Meinung, ob für dich alles im grünen Bereich ist oder eben nicht. Unsere Haut kommt Tag für Tag mit unzähligen Produkten und Inhaltsstoffen in Berührung. Wenn da einiges zusammenkommt, lohnt sich der Blick.

Wie viel von dem, was wir auftragen, der Körper am Ende wirklich aufnimmt, ist noch einmal ein eigenes, spannendes Thema. Das würde hier den Rahmen sprengen, deshalb schreibe ich darüber demnächst einen eigenen Artikel.

Frau im Spiegel trägt Creme auf.

Was meiner Haut wirklich geholfen hat

Bevor ich konkret werde, kurz zur Transparenz: Ich bin seit 2017 Ringana Frischepartnerin. Wenn du über meinen Shop oder meinen Code bestellst, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Ich empfehle nur, was ich selbst verwende und wirklich sinnvoll finde.

Fangen wir beim Serum an, und da muss ich über mich selbst schmunzeln. Auf der Anleitung stehen zwei Pumpstöße. Ich habe jahrelang einen genommen. Nicht aus einem guten Grund, einfach weil mir einer gereicht hat und der zweite mir irgendwie verschwenderisch vorkam. Und dann hat eben einer nicht mehr gereicht. Heute nehme ich die zwei, so wie es von Anfang an gedacht war. Kein neues Produkt. Nur die Menge, die meine Haut jetzt tatsächlich braucht.

Bei den Füßen habe ich mir eine kleine Gewohnheit angewöhnt, die mehr verändert hat als alles andere. Ich creme sie jeden Abend ein, direkt vorm Schlafengehen, nicht mehr nur einmal die Woche, wenn ich gerade dran denke, sondern wirklich jeden Abend. Trockene Füße sind nichts, worüber man gern spricht, aber spätestens im Sommer, in offenen Schuhen, sieht man den Unterschied sofort: gepflegte, genährte Füße schauen einfach anders aus. Und wenn ich doch mal ein paar Tage hinterher bin, bekomme ich sie nach zwei Nächten wieder auf Schiene. Dann trage ich den Fußbalsam richtig dick auf, an den Fersen, an den Nagelrändern, und verstreiche ihn gar nicht restlos, sondern lasse ihn über Nacht einwirken. Morgens ist alles eingezogen. Keine rutschigen Böden, keine fettigen Socken. Der schöne Nebeneffekt: Beim Einreiben profitieren die Hände gleich mit. Den Handbalsam darfst du dir danach getrost sparen.

Frau trägt Ringana Foot Balm auf die Füsse auf.

Tagsüber habe ich den Handbalsam außerdem immer dabei, im Pocket-Format in der Handtasche, für den schnellen Griff nach dem Händewaschen. Und bei der Bodymilk bin ich nach dem Duschen großzügiger geworden. Was ich an ihr mag: Sie zieht nicht nur im ersten Moment ein und ist dann weg. Stunden später, abends beim Ausziehen, fühlen sich meine Unterschenkel immer noch weich an. Früher hatte ich dort oft schuppige Stellen, obwohl sich die Haut direkt nach dem Eincremen genährt angefühlt hatte. Ich greife heute bewusst zu pflanzlichen Formulierungen, einfach weil meine Haut sich damit länger versorgt anfühlt.

Eine Sache habe ich noch geändert, fast nebenbei: Ich dusche nicht mehr ganz so heiß und so lang. Heißes Wasser fühlt sich herrlich an, trocknet die Haut aber zusätzlich aus. Eine milde Reinigung, die die Haut nicht jedes Mal komplett entfettet, macht es der Pflege danach leichter. Das kostet nichts und ist trotzdem einer der unterschätztesten Punkte überhaupt.

Meine Gesichtspflege selbst hat sich kaum verändert, nur eben die Menge. Wie meine komplette Gesichtsroutine aussieht und warum ich sie so aufgebaut habe, habe ich in meinem Artikel zur natürlichen Gesichtspflege ausführlich beschrieben. Wenn dich das genauer interessiert, schau dort gern rein.

Und einen Punkt vergesse ich selbst gern, dabei ist er der wichtigste: Die Haut wird nicht nur von außen versorgt. Was ich esse, wie viel ich trinke, wie ich schlafe, all das sehe ich inzwischen schneller im Gesicht als früher. Was die Haut von innen unterstützt, habe ich in meinem Beitrag über schöne Haut von innen aufgeschrieben.

Eine neue Handcreme, die ich gerade teste

Und weil bei mir alles mit den Händen angefangen hat, passt das hier gerade gut: Es kommt eine neue Handcreme für sehr trockene Hände. Ich bin ehrlich neugierig, ob sie hält, was so eine Spezialpflege verspricht. Ich teste sie, sobald sie da ist, und schreibe dir hier offen, wie sie sich bei mir macht. Wenn sie mich überzeugt, erfährst du es. Und wenn nicht, auch.

 

Deine Haut ist nicht schwierig geworden

Wenn ich dir eine Sache mitgeben darf, dann diese: Deine Haut ab 40 ist nicht plötzlich kompliziert oder schwierig geworden. Sie verändert sich, und das ist völlig normal. Du musst nicht gegen sie ankämpfen, und du musst dich auch nicht durch die Regale kaufen.

Du darfst sie einfach neu kennenlernen. Schauen, wo sie mehr möchte. Etwas großzügiger sein mit dem, was schon guttut. Dir die kleinen Gewohnheiten gönnen, die kaum Zeit kosten und trotzdem viel ausmachen. Zwei Minuten Fußbalsam am Abend. Der zweite Pumpstoß, den du dir lange gespart hast. Lauwarm statt heiß duschen. Inhaltsstoffe der Pflegeprodukte überprüfen.

Es geht nicht darum, immer mehr zu schmieren. Es geht darum, deine Haut wieder zu verstehen. Und das ist, ehrlich gesagt, eine ziemlich versöhnliche Art, älter zu werden.

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FRESH Anti Wrinkle Serum
(lies dazu aber bitte meinen Artikel zur Gesichtspflege. Das Serum sollte nur in Verbindung mit der Cream verwendet werden bzw. optimalerweise im Zuge der gesamten 4-teiligen Gesichtspflegeserie)

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Häufige Fragen zu Haut ab 40

Warum wird Haut ab 40 trockener?

Weil sich in dieser Lebensphase die Hormone verschieben und die Haut oft weniger Feuchtigkeit und weniger eigene Fette bildet. Ihre Schutzbarriere wird dünner, dadurch verliert sie schneller Feuchtigkeit. Was früher gereicht hat, reicht dann oft nicht mehr ganz.

Welche Pflege braucht Haut ab 40?

Meistens keine völlig neue. Oft geht es eher darum, Feuchtigkeit und pflegende Fette etwas großzügiger einzusetzen und die Pflege regelmäßiger zu machen. Eine milde Reinigung, die die Haut nicht zusätzlich austrocknet, ist dabei genauso wichtig wie das, was du danach aufträgst.

Reicht normale Gesichtspflege ab 40 noch aus?

Oft schon, du brauchst sie nur in der richtigen Menge und etwas regelmäßiger. Bei mir war es genau das: nicht ein anderes Produkt, sondern etwas mehr davon, konsequenter angewendet. Beobachte deine Haut eine Weile, dann merkst du selbst, wo sie mehr möchte.

Warum brauchen Hände und Füße plötzlich mehr Pflege?

Die Haut an Händen und Füßen hat von Natur aus wenige Talgdrüsen und trocknet schneller aus. Wenn die Haut insgesamt weniger Feuchtigkeit hält, melden sich diese Stellen oft zuerst. Ein abendliches Eincremen, das über Nacht einzieht, macht hier erfahrungsgemäß den größten Unterschied.

Hat die Perimenopause Einfluss auf die Haut?

Sehr wahrscheinlich ja. Die hormonellen Veränderungen in dieser Phase wirken sich häufig auf Feuchtigkeit, Elastizität und das allgemeine Hautgefühl aus. Wenn dich deine Haut oder andere Veränderungen stärker beschäftigen, lass das gern einmal ärztlich abklären, einfach um Klarheit zu haben.

Hinweis

Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch Ärztinnen, Ärzte oder Fachkräfte. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen konsultiere immer eine qualifizierte Ärztin, einen Arzt oder eine Fachperson. Nimm niemals eigenmächtig Änderungen an Behandlungen oder Medikamenten ohne ärztliche Abklärung vor. Die Inhalte dienen der allgemeinen Aufklärung und Wissensvermittlung. Eine Haftung für Schäden durch Anwendung oder Nichtanwendung wird nicht übernommen.